Vision
Wir träumen von einer Welt, in der sexpositive Begegnungen genauso selbstverständlich und akzeptiert sind wie der Besuch eines Cafés, geprägt von Vielfalt, Sicherheit und einem empathischen Miteinander. Unser Ziel ist es, durch Bildung, Bewusstsein und offene Kommunikation eine Gesellschaft zu schaffen, in der jeder Mensch seine Sexualität frei und unvoreingenommen leben kann, ohne Angst vor Diskriminierung oder Verletzung seiner Grenzen. Wir setzen uns für inklusive Räume ein, in denen Werte, Moral und Ethik transparent sind und Consent sowie Awareness gelebt werden. Gemeinsam möchten wir eine gesellschaftliche Entwicklung vorantreiben, die jedem Individuum ermöglicht, sein wahres Selbst zu entdecken und auszuleben, frei von Hierarchien und Machtstrukturen.
Die Suche nach ???
Die Geschichte der Sexpositiven Community beginnt mit einer persönlichen Reise auf der Suche nach Räumen, die persönliche Weiterentwicklung ermöglichen und der Frage „Wer bin ich?“ näherbringen. Diese Reise führte durch Bereiche wie Feminismus, Tantra, BDSM, Achtsamkeit, Meditation und Persönlichkeitsentwicklung. Der Begriff „Sexpositivität“ wirkte anfangs groß, unhandlich, beeindruckend – und auch einschüchternd. Doch jede Erfahrung in diesen Kontexten brachte neue Einsichten über sich selbst und prägte die eigene Haltung sowie den Blick auf andere Menschen
Inspiration aus Berlin
In hochwertigen sexpositiven Räumen in Berlin wurde erlebbar, wie andere soziale Umgangsformen eine entspannte und sichere Atmosphäre schaffen können. Eine Atmosphäre, die es ermöglicht, auf respektvolle Weise Bedürfnisse zu erkunden und zu leben. Hier entstanden viele Erkenntnisse zur Frage „Wer bin ich?“ – und ebenso viele Antworten auf „Was will ich – und was ganz klar nicht?“.
Es wurde notwendig, Grenzen zu setzen, weil die Vorstellungen anderer Menschen oft über das hinausgingen, was gewollt oder zugelassen werden konnte.
Fehlende Räume in Stuttgart
Die Suche nach ähnlichen Räumen in Stuttgart blieb erfolglos. Das führte zu einem intensiven Brainstorming über eine mögliche Mission und zur Entwicklung eines Konzepts – mit Unterstützung von Freund:innen und Partner:innen.
Gründung der Community
Am 8. Januar 2023 wurde die Sexpositive Community Stuttgart als Interessensgemeinschaft ins Leben gerufen – mit einem System aus Chats für Veranstaltungen und Gesprächsgruppen. Von Anfang an legte das mehrköpfige Orga-Team großen Wert auf Diversität – denn Inklusivität war von Beginn an ein zentraler Bestandteil der Vision. Die Erkenntnis: Nur durch vielfältige Lebenserfahrungen entstehen Räume, die für alle zugänglich sind. Denn die eigene Lebensrealität prägt, oft unbewusst, wie Räume gestaltet werden.
Erste Events
Darauf folgte der erste Workshop – ein „Berührungsseminar“ mit 20 Teilnehmer:innen. Die Seminare wurden jedoch vorerst eingestellt, nachdem es zu einem verbalen transfeindlichen Vorfall kam. Das führte dazu, dass sich das Orga-Team intensiver mit inklusiver Raumgestaltung auseinandersetzte. Auch die Stammtische erfüllten nicht die ursprünglichen Erwartungen und wurden nach dem dritten oder vierten Treffen pausiert.
Später entstand daraus ein neues Format: Gesprächskreise als Meetup. Das erste Treffen fand im Herbst 2023 statt.
Neuausrichtung und Weiterentwicklung
Im November 2024 wurde das Meetup-Format unter dem Namen „Exploratorium“ neu gestartet – basierend auf Learnings zu Raumgestaltung, Fehlerkultur und Weiterentwicklung. Das erste Exploratorium ist für Dezember 2024 geplant.
Neue Eventformate
Um dem Bedürfnis nach lockerem Austausch gerecht zu werden, wurde „Come Together – AfterWork“ ins Leben gerufen. Das erste Event fand am 24. Oktober 2024 statt – als lockerer Begegnungsraum ohne Anspruch auf vollständigen Safe Space.
Events, die zuvor privat organisiert worden waren, wurden in offizielle Community-Events überführt. Das erste dieser Art („Selbstsein – Playtime“) ist für Mai 2025 im Südschwarzwald geplant.
Zusätzlich entstand die neue Eventreihe „Ausflüge“ – gemeinsame Besuche von sexpositiven, BDSM-, Swinger- und ähnlichen Veranstaltungen. Ziel ist es, insbesondere Einsteiger:innen den Zugang zu erleichtern – in sicherem Rahmen einer Gruppe.
Herausforderungen und Entwicklung
Nach transfeindlichen, homophoben und anderen diskriminierenden Vorfällen – sowie Machtmissbrauch durch Teilnehmende – sah sich die Community mit Herausforderungen konfrontiert. Auch gegenüber der Orga wurden Vorwürfe laut. Als Reaktion wurden umfassende Maßnahmen ergriffen:
Erweiterung des Eingangsbereichs: Einführung eines Safe Spaces mit klaren Richtlinien und einem eigenen Einstiegs-Chat, in dem Konsensverständnis und Community-Werte thematisiert werden.
Neugestaltung des Datingbereichs: Förderung von informierten Konsens, klare Trennung von Intentionen.
Erweiterung des Orgateams: Aufnahme neuer Personen zur Stärkung von Diversität.
Awareness-Chat und Awareness-Team: Niederschwellige Anlaufstelle bei Regelverstößen, aktive Konfliktlösung.
Anpassung der Gruppenregeln: Schutz vor übergriffigem Verhalten, verbesserte Gesprächskultur und respektvolle Kommunikation.
Ziel ist ein sicherer Raum, getragen von Menschen, die diese Werte leben und sich stetig weiterentwickeln.
Anfang 2024: Gründung der Vereinsinitiative
Zur langfristigen Absicherung wurde eine Vereinsinitiative gestartet mit dem Ziel, die Vision auch rechtlich und organisatorisch auf stabile Beine zu stellen.
Die Geschichte geht weiter... und wird genau jetzt geschrieben – nicht hier, sondern im echten Leben.
… und wird genau jetzt geschrieben im echten Leben. Werde Teil der Community, bring dich ein, wenn du unsere Werte teilst. Gestalte mit uns die Zukunft einer offenen, respektvollen und sexpositiven Kultur.